Was geschah…

Die Autorin geht davon aus, dass wir am nächsten Wochenende eine neue Liste wählen werden. Ob, wie, warum das so ist, oder nicht ist nicht Bestandteil dieses Textes. Sollte die lmvb.11.2 beschließen, die alte Liste zu bestätigen oder die Stichwahlen durchzuführen betrachten Sie dieses Schreiben bitte als gegenstandslos.

Wenn nicht:

Ist mir NICHT egal, ich lass das jetzt NICHT so….

Zur Erinnerung:

Wir haben am 19.2.2011 auf der lmvb.11.1 unsere Kandidaten für die Wahl zum Abgeordnetenhaus 2011 gewählt.
Das Ergebnis wurde am Morgen des 20.2.2011 vom Wahlleiter verkündet.
Trotz enormem Diskussionsbedarf haben wir die Aussprache über das Wahlergebnis auf das Ende der Versammlung verschoben um die Wahl des neuen Vorstands nicht zu gefährden. Diese Aussprache fand auf der lmvb.11.1 nicht mehr statt.
Aus Gründen: Zeitmangel, Erschöpfung, Sprachlosigkeit.

Dies ist der Versuch das Ergebnis der Aussprachen und Diskussionen an denen ich in den darauf folgenden Wochen beteiligt war zu dokumentieren.
Aus Gründen: Ehrlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Transparenz.

Nachdem ich die Rohdaten und die Visualisierungen von Jorges einer völlig subjektiven und unwissenschaftlichen Auswertung unterzogen habe, fiel mir auf, dass es eine Gruppe von ca.10 Abstimmenden gab, die mehr oder weniger identisch abgestimmt haben.
Auch wenn diese Gruppe die Zusammensetzung der Liste nicht maßgeblich beeinflusst hat, hat sie zumindest ihre Möglichkeiten voll ausgeschöpft.

Da haben Menschen miteinander geredet. Sie haben sich entschieden und gemeinsam gehandelt.

Ich wollte auch gemeinsam handeln.
Ich wollte meine Möglichkeiten auch voll ausschöpfen.
Ich wollte alles dafür tun, dass die Kandidaten die ich für die Fähigsten halte, die Chance bekommen …

… einen lauten, kreativen Wahlkampf zu führen

… unsere Inhalte fundiert und wortgewandt in die Welt zu tragen

… den politischen Gegner da zu treffen wo’s wehtut

… die Piratenpartei Deutschland Berlin ins Abgeordnetenhaus zu bringen.

Ich begann mit Menschen zu reden. Einzeln, am Telefon. In verschiedenen Konstellationen. Meist zufällig, zuweilen geplant. Ich habe mit denen geredet, die mir Nahe sind, so sie mir über den Weg liefen.
Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten.
Ich habe meine Favoriten-Kandidaten befragt. Ich habe sie gebeten, ihre Kandidaturen nicht zurückzuziehen.

Ich habe sie in meine Küche eingeladen, mit Pellkartoffeln und Quark bestochen und sie genötigt miteinander zu reden.
Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten.

Das ist das Ergebnis:

Sollten wir eine neue Liste wählen, und sollten die Listenplätze einzeln gewählt werden, werden diese 7 Piraten in genau dieser Reihenfolge um euer Vertrauen und eure Stimme bitten.

Sollten wir eine neue Liste wählen, und sollten die Listenplätze in einem Wahlgang gewählt werden, bitte ich euch, diesen 7 Piraten in genau dieser Reihenfolge euer Vertrauen und eure Stimme zu geben.

1. Christopher Lauer – Das Frontschwein

Mir ist kein Pirat bekannt, der die Piratenpartei besser nach außen vertreten kann als Christopher.
Mir ist kein Pirat bekannt, der diesen Job machen will, außer Christopher.

2. Merle von Wittich – Verwaltung & Finanzen

Politik wird in den Verwaltungen umgesetzt. Ohne Verwaltungsexperten wird das nix.
Merle ist Verwaltungsexperte.
Und ja, Merle ist eine Frau.

3. Pavel Mayer – Visionen

Pavel kann alles. Er behält den Überblick. Er kann Visionen entwickeln und vermitteln.
Und ja, Pavel ist über 40.

4. Martin Delius – Vernetzung

Martin ist so neugierig, dass ihm nichts entgeht. Martin kann unterscheiden zwischen Vernetzung und Vereinnahmung. Martin ist der Gute Pirat. Er ist die Mitte dieser Liste.

5. Alexander Morlang – Technologie

Wir wollen open government. Wir wollen Freifunk. – Wir wollen E-Government.
Wir wollen elektronische direktdemokratische Formen der Bürgerbeteiligung.
Ohne Alex?

6. Oliver Höfinghoff – Wirtschaft

Olli kann Wirtschaft. Olli kann Maximalforderungen. Olli kann Vision. Olli kann Innen- und Außenpolitik.

7. Simon Weiß – Rationalität

Ich kann’s nicht erklären. Frag Simon.

Wir haben miteinander geredet. Wir haben uns entschieden und gemeinsam gehandelt. Wir machen unsere Entscheidung hiermit öffentlich.

Was auch immer am Wochenende geschieht. Die Wahl ist unabhängig, frei und geheim.

Liebe Grüße, Katja

signed:

Merle v. Wittich, Pavel Mayer, Alexander Morlang, Christopher Lauer, Olli Höfinghoff, Simon Weiß, Martin Delius

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Über siebenpiraten

Wir sind sieben Piraten, die noch nicht aufgegeben haben.
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64 Antworten zu Was geschah…

  1. Sab schreibt:

    Schatzmeister, bleib bei deinen Sohlen (Finanzen). Eine Teamwahl wurde ja schon abgelehnt und hätte jetzt erst recht ein Geschmäckle.

    • Sabine Preussker schreibt:

      wer schreibt hier unter meinem Kürzel???

      Ich distanziere mich ausdrücklich von dem Kommentar unter “Sab schrieb” !!!

  2. Gerwald Brunner schreibt:

    Wir werfen den etablierten Parteien genau das vor was ihr da versucht abzuziehen, wo ist bitte dann der Unterschied zu diesen?
    Ich hoffe ernsthaft das die Versammlung da die entsprechende Wahl trifft und den Willen der Versammlung vom Februar respektiert soweit es möglich ist.
    Im Falle einer Neuwahl kann es nur ein wahlverfahren geben:

    Das gleiche was auch am 26.Februar verwendet wurde.

    Habt ihr die 7 Kandidaten überhaupt gefragt ob die den Schmu unterstützen?

  3. Tja schreibt:

    und unserer aktueller spitzenkanditat der die meisten stimmen bekommen, ist noch nicht einmal auf der liste … .
    ansonsten ist die vorstellung der liste geprägt von projektionen, die bei lichte betrachtet mehr als nur verblassen.

  4. Donald schreibt:

    Wir wählen so lange, bis das Ergebnis rauskommt, das wir uns vorher ausgeklüngelt haben? Pfui. Wir haben bereits gewählt. Es sind nur noch die Stichwahlen nachzuholen.

    Gruß
    Donald

  5. Fidel schreibt:

    Aus der Ferne.. und ohne es wirklich wissen zu können: Eine gute Mischung!

    Ich wünsche Euch viel Erfolg… durch Transparenz und Zusammenhalt!

    Gruß Fidel (aus Dresden)

  6. Matthias Buchholz schreibt:

    Ich stimme Gerwald zu.

    Ich sehe darin die offene Bildung einer Seilschaft. Immerhin macht Ihr das öffentlich.
    Bedenkt aber, dass es so wirkt, als würdet Ihr damit meinen, andere Konstellationen seien nicht möglich. Also, dass ihr nicht mit anderen, demokratisch gewählten Vertretern der ‘Basis’ kooperieren wolltet.

    Dass man vornehmlich Leuten vertraut, die man kennt, kann ich gut nachvollziehen. Dass ihr euch dadurch aber zwangsläufig eine innerparteiliche Opposition schafft liegt an Folgendem:
    Eure Liste suggeriert, dass es eine Gruppe gibt, die sich geschlossen positioniert. Dadurch seid ihr untereinander loyal. Loyalität bedeutet die Präferenz der persönlichen Ebene, vor der Sachebene. Dadurch würde ein Parteimitglied nur die Möglichkeit haben, die Gruppe zu unterstützen oder sie abzulehnen. Bei einer ‘durchmischten’ Liste gäbe es wenigstens die Wahrscheinlichkeit, dass der ein oder andere Kandidat in gewissen Situationen opponiert.

    Das ist notwendig, damit der innerparteiliche Diskurs weitergeführt wird!

    Und genau da sehe ich die Integrität der Piratenpartei gefährdet.

    Wir sollten versuchen politische Debatten auf die Argumentationsebene zu bringen. Durch die Etablierung von Persönlichkeiten als Repräsentanten wird das nicht mehr möglich sein.

  7. Georg (v. Boroviczeny) schreibt:

    ist es glücklich, eine Entscheidung der Versammlung ‘vorneweg-nehmen’ zu wollen?
    Die Frage, ob die Entscheidung der lmv 2011/1 weiterhin bindend und nur -mit einer Stichwahl zu den ‘unentschiedenen’ Positionen- zu vervollständigen sei, oder die lmv 2011/2 völlig ‘frei Hand’ hat, wird eh noch reichlich Diskussionsstoff sein.
    Ich denke, das sollen wir alle erst mal abwarten.
    Ansonsten hat z.B. Pavel 2 Inis gestartet, eine zur grundsätzlichen Neuwahl, wie auch immer, und eine mit genauer Wahlform. Wie verträgt sich das mit diesem Vorschlag (auch ihn betreffend)?
    Gruß
    Georg

  8. Piratesse schreibt:

    Hallo Katja und unterzeichnende siebenpiraten,

    wie ist denn das so ganz praktisch zu verstehen? Als ein freundliches „Übrigens, wir sieben würden das totaaaal gerne zusammen machen“ – oder als ein drohendes „wenn wir sieben, dann nur in dieser Kombination, also überlegt euch genau, was ihr wollt“?

    Oder anders: Wenn die LMV (so sie denn überhaupt komplett neu wählt) eurem Vorschlag nicht folgt, was passiert dann? Treten dann alle sieben zurück von den Listenplätzen, auf die sie möglicherweise gewählt wurden?

    Hierzu hätte ich gerne eine Antwort von jedem einzelnen der siebenpiraten.

    Falls es sich übrigens um die Droh-Variante handelt, finde ich durchaus interessant, wie vehement sich meiner Erinnerung nach mindestens die Hälfte der siebenpiraten gegen Teamwahlen oder im Sinne von Professionalität auch nur gegen die Nennung von Leuten, mit denen man unbedingt oder auf keinen Fall zusammenarbeiten möchte, ausgesprochen haben – auch hierzu wäre dann möglicherweise noch eine Stellungnahme der siebenpiraten zum plötzlichen Sinneswandel fällig.

    • merle schreibt:

      Hallo Manu,

      ich werde, falls die Liste bestätigt werden soll, die Kandidatur nicht annehmen.
      Aus dem ganz einfachen Grund, dass ich die berechtigte Angst habe, den Wahlkampf nicht gut genug führen zu können und statt auf dieser Liste eine positive Ergänzung zu sein, eher andere Leute demotiviere.
      Darin sehe ich keinen Sinn.
      Das habe ich aber auch schon vor zwei Wochen gesagt und hat nichts mit der Entscheidung von Mittwoch Abend zu tun.

      Gründe:
      Wie du selber ansprichst, haben wir alle (oder jedenfalls ich) Kundgetan, mit allen anderen Leuten zusammen zu arbeiten. Dazu stehe ich noch immer und daran hat sich nichts geändert.
      Mein Grund liegt auch nicht darin, dass ich diese Leute nicht mag, sondern an der “Gesamtheit” der Liste. Mit jedem Einzelnen kann ich toll leben und auch zusammen arbeiten. Alle Sieben – mich eingeschlossen – nicht.

      In jedem von uns Sieben (von der ursprünglichen Liste) sehe ich Probleme, die mich einzeln nicht stören würden, die aber so nicht ausgeglichen werden

      1.Phil – er macht Arbeit und unterscheidet sich damit schon mal von vielen Piraten, aber seine Arbeit war nie “herrausragend” und ich sehe auch nicht die Strahlkraft nach Außern/in der Presse/und einen Motivationsträger nach Innen
      2. rka – ich rede gern mit ihm, er ist von den meisten Piraten respelktiert (das muss man erst mal schaffen), aber für mich ist rka ein “schwarzes Loch”, ich weiß so gut wie nichts über ihn, was nicht an nicht vorhandener Kommunikation meinerseits liegt ;)
      3. Pavel – für mich einer DER Denker schlechthin, aber Pavel hat weder die Zeit sich in den Wahlkampf auf einen vorderen Platz hineinzuhängen, noch kann er “kurz und knackig” reden, was ich durchaus für wichtig erachte
      4. Olli – ich habe schon öfter erfolgreich mit Olli zusammen gearbeitet und es war nicht nur konstruktiv, sondern auch lustig und schön. Aber Olli hat momentan echt noch Schwächen was seine Themen angeht und wie er kritische Fragen kontert. Das habe ich im Kinski leider live gesehen und von den Seetigern wurde mir ähnliches berichtet
      5. Martin – in ihm sehe ich von der (alten) Liste noch am ehesten alles, was ich mir von einem vorderen Platz wünsche: Themenfestigkeit, gute Diskussionerfahrung, vernünftige Pressekommunikation.
      (mich stört persönlcih nur, dass er öfter mal meine Wünsche nicht respektiert hat, auch wenn ich ihm mehrmals darauf hingewiesen hab und ich von ihm auch Gelobung auf Besserung erhalten habe – aber da sind wir immer am dran arbeite)
      6. Simon – wahrscheinlich der intelligenteste Mensch den ich kenne, aber reden kann er leider überhaupt nicht. Und er möchte es auch nicht unbedingt immer.
      7. ich – Ich habe zwar Presseerfahrung, bisher aber immer nur mir wohlgensonnene Journalisten getroffen; keine Ahnung wie ich bei Stress reagiere. Ich werde zudem erst am 2.Juli meine Bachelorarbeit verteidigen und bis dahin geht Uni aber sowas von vor. Also ist bis dahin kein intensiver Wahlkampf von mir zu erwarten (das habe ich aber auch schon mehrmals angesprochen). Drittens habe ich meine Spezialgebiete mit Haushalt und Verwaltung – damit können Viele nichts anfangen, also auch keine Podiumsdiskussionen oder Ähnliches zu dem Thema (jedenfalls nicht im großen Umfang)

      –> also alles Leute die ich toll finde, mit denen ich mir Zusammenarbeit vorstellen kann, wo sie sogar schon passiert ist.
      Aber die “Flaws” der einzelnen Personen werden mir nicht genug durch andere Personen auf den vorderen Plätzen ausgeglichen.
      Das sage ich aber auch schon öffentlich seit 2 Wochen.

      Warum jetzt Christopher auf Eins?

      Ich kann nur für mich persönlich sprechen, ich habe insbesondere am letzten Wahlkampfwochenende in HH erlebt, wo ich vor Ort war, wie schwer es mir gefallen ist, Wahlkampf zu machen. Ich brauche also wen, der mich mitzieht, motiviert und auch in meinen Allerwertesten tritt und das sehe ich am aller ehesten bei Christopher.
      Demotiviert habe ich nichts auf einer Liste zu suchen, da kann jeder dann den Job besser machen! Daher ist es von mir auch keine Drohung, sondern ich möchte tatsächlich auch den LV vor mich in dem Fall schützen!

      Ich möchte auch klarstellen, dass ich sehr gut ohne jeden Listenplatz leben kann. Davon geht die Welt nicht unter und die Piraten auch nicht!

      Wir haben unsere Idee transparent gemacht. Ich kann nur jeden aufrufen seine Ideen auch zu kommunizieren!

      viele Grüße
      merle

      • Eric schreibt:

        Hmm etwas verstehe ich nicht. Du hast doch auf der vorigen LMV die Wahl angenommen, obwohl Du die Zusammenstellung kanntest. Jetzt sagst Du, das Du mit dieser Zusammenstellung nicht “leben” kannst und das Du das schon seit 2 Wochen sagst. Was hat sich geändert ? Warum hast Du die Wahl vor 2 Wochen angenommen ?

    • Heide schreibt:

      Achja?
      DU hättest gerne Stellungnahmen zum plötzlichen Sinneswandel?!

    • siebenpiraten schreibt:

      Hallo Manu

      Die Sache verhält sich eher anders herum. Ich wäre ohne diesen Vorschlag einfach garnicht angetreten beziehungsweise zurückgetreten. Mit der Gruppe aus geschätzten Piraten hier und hoffentlich weiterer Verstärkung habe ich erstmals seit Wochen wieder das Gefühl etwas bewegen zu können wenn die Lmv so möchte jeder und jede Einzelne gehört dazu und deshalb werden von mir jedes Einzelnen idividuelle Bedingungen akzeptiert und respektiert.

      Orangene Grüsse Martin

  9. Georg schreibt:

    Hallo,

    vorneweg möcht ich gern den Link anfügen zu den Präferenzprofilen, die erwähnt werden, so kann jeder sie nochmal ansehen: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Jorges/Pr%C3%A4ferenzprofile (vielleicht kann er auch im Text nochmal eingefügt werden).

    Ich finde auch schön, dass sich offenbar der Gedanke eine Teamwahl nun auch bei deren vormals schärfsten Kritikern durchgesetzt hat. Sie hat eben wirklich den Vorteil, dass man vorher genau weiß, was man kriegt, kann so auf Ausgewogenheit (oder Homogenität, je nach gusto) achten. (Alle andere Pro-Argumente sind in aller Ausführlichkeit im Januar-Archiv der Berliner Mailingliste nachzulesen – samt der Gegenargumente von den Kritikern, die sich jetzt in dem Teamvorschlag hier befinden.)

    Ich finde nur sehr problematisch, dass es aufgrund Eurer spontanen Entscheidung dazu, wohl nur ein Team – nämlich Eures – zur Wahl stehen wird.

    Eine wichtige Frage hätte ich noch an jeden aus dieser Liste: Wenn ein Kandidat aus diesem Vorschlag nicht gewählt wird – werden die folgenden dann noch antreten? Wenn ja, auf welchen Plätzen.

    • Georg (v. Boroviczeny) schreibt:

      lieber Georg {1? 2? müssen wir natürlich mal richtig ‘ausfechten’, als Piraten! ;-) }
      wenn ich die div. Ankündigungen und Beschlüsse des Vorstands zur lmv 2 noch richtig in Erinnerung habe, dann stehen alle Kandidaten des lmv 1 (bei Neuwahlen) ‘auf der Liste’ (sofern nicht jemand zurückzieht) und die Kandidatenliste ist auch noch offen.
      Damit steht nicht nur ein Team zur Wahl.
      Gruß
      Georg

  10. freifunken schreibt:

    Ähh – sind das hier noch die Piraten, die vor Kurzem die Variante Teamwahl verteufelt haben? Wieviel Teams werden denn bis morgen noch gebildet oder bleibt es bei diesem einen – so nach dem Motto “nun muss es noch nicht mal mehr demokratisch aussehen”…
    Oder ist das hier evtl. ein riesengroßer verspäteter politischer Aschermittwochgag? :P

  11. Frank schreibt:

    Mir bereitet dieses wiederholte Vorpreschen von der Lauer-Mayer-Connection (remember Zukunftsministerium?) starke Bauchschmerzen. So kurz vor der Wahl eine Teamliste aufzustellen, die erst mal fast nichts mit der gewählten Liste der lmvb1.2011 zu tun hat, zweitens deutlich abgelehnte Piraten nach vorne stellt und drittens (das Schlimmste) gar keine Ausgewogenheit beinhaltet, zeigt, dass dies der wirkliche Klüngel ist.

    Würde diese Teamliste gegen andere Teamlisten antreten und alle hätten (wie von den Teamwahlbefürwortern geplant) genügend Zeit gehabt, eigene Listen aufzustellen, wäre das ja in Ordnung. So aber disqualifizieren sich ALLE auf dieser Liste Genannten und ich kann nur empfehlen (weil ich nicht da sein kann), diese Leute morgen komplett abzuwählen, wenn es die Gelegenheit dazu gibt.

    Unsere Partei darf man nicht in einer Art Staatsstreich übernehmen.
    Pfui,

  12. Kenny schreibt:

    Christopher ist bei der Wahl auf einen der hinteren Plätze verwiesen worden – und das wohl nicht ohne Grund. Es würde mich wundern, wenn sich die LMV dieses Mal komplett anders entscheiden würde. Oder anders ausgedrückt: Tschüss, ihr sieben.

  13. Urban Pirate schreibt:

    Ich kann eigentlich so unterschreiben, was Merle sagt. Abgesehen, dass ich es nicht an Christopher allein festmache. Ich muss ehrlich sagen, eine Liste, die nicht wenigstens 3 dieser 6 (ohne mich) beinhaltet, ist eine Liste, auf der ich mich einfach nur schwer in der Lage sehe, vernünftigen Wahlkampf zu machen oder später gute Fraktionsarbeit zu leisten.

    Ich kann immer noch mein Bestes geben. Aber welche Erfolgsaussichten sehe ich in einem Team in dem diese Piraten nicht enthalten sind.

    1. Ein Wahlkampf ohne Christopher (und ich verspüre körperlichen Schmerz bei dieser Aussage) ist einfach zum Scheitern verdammt. Wir haben am Beispiel Hamburg erleben müssen, wie leicht es der Presse fällt, die Piraten einfach tot zu schweigen. Auf der anderen Hand haben wir mir Christopher eine Wahlkampfmaschine, die bereits vorgeglüht ist und nur noch darauf wartet, angeworfen zu werden. Ganz ehrlich. Er kotzt mich so oft an. Er zickt. Er nervt. Er ist ein Diktator, wenn er die Gesprächsführung oder Sitzungsleitung hat. Aber er liefert geil ab.

    2. Eine Fraktionsarbeit ohne Pavel? Soll ich mir das alles selbst anlesen, was Pavel aus dem Ärmel schüttelt? Ich kann Visionen abliefern. In kleiner Form hab ich das auch zuvor bewiesen. Aber Pavel macht das nebenbei und komplett ausgearbeitet.

    3. Ohne Martin? Nee. Das ist der Pirat, dem ich diesen Status noch so zugestehe, wie ich mich selbst sehe.

    Ich wäre bereit gewesen, mit der Liste, wie sie die LMV ausgespuckt hat, zu arbeiten. Aber ehrlich. ich sehe keine Chancen, diese Wahl zu gewinnen, wenn niemand der anderen sechs die hier im Blog vertreten werden kandidiert. Und dann helfe ich lieber denen, die Auf der Liste stehen, außerdem beim Bezirkswahlkampf. Aber mich auf eine Liste wählen zu lassen, die dann nur mit halber Kraft läuft, das habt ihr nicht verdient.

    • Eric schreibt:

      Das heißt, weil Christopher guten Wahlkampf macht (was zu beweisen wäre) ,ist es nicht so schlimm, das dann einer der nervt, zickt und ein Diktator ist uns im AH vertritt für 5 Jahre ? Sind das die Eigenschaften, die ein Pirat haben sollte ? Das was Du in dem Absatz beschreibst ist meiner Meinung nach ein Demagoge. Ist es das was wir wirklich wollen ?

      • Urban Pirate schreibt:

        Man kann trotzdem mit ihm arbeiten. Das wollte ich damit sagen. Er hat Feuer. Und ja, er treibt mich manchmal in den Wahnsinn, aber er tut Dinge.
        Hat er jemals Dinge angeworfen, die nicht im Sinne unserer satzungsgemäßen Ziele waren? Er hat auch gefailt, aber das hat jeder, der zu dieser Wahl steht. Jedenfalls die, die überhaupt etwas beigesteuert haben.
        Er lernt ebenfalls noch. Er hat an anderen Stellen schneller gelernt. Nämlich im Bereich Außenkommunikation. Deeskalation und soziale Kompetenz werden wir ihm noch beibringen.
        Dafür lernen wir von ihm Medienpräsenz.

      • Merle schreibt:

        Ja, ich habe die Wahl angenommen, 1. Weil es mich geehert hat von euch auf Platz 7 gewählt zu werden und 2. Weil ich zu dem Zeitpunkt auvh einfach nicht ganz klar die Zeit zum Nachdenken fehabt hatte. Im laufe des Sonntags habe ich klar mit dem Gedanken gespielt, doch noch zurück zuziehen. Zuse und Kelda können das bestätigen. Ich habe dann noch mal versucht mich einzukriegen und mich in Ruhe damit zu brschäftigen, aber dann kam ja auch schon das Wahlfuckup.

        Jetzt muss/kann ich mich dieser Frage noch einmal ganz neu stellen und meine Entscheidung dazu kommuniziere ich transparent. Genau wie ich es mir auch von Anderen wünsche.

        vG
        merle

  14. Bernd Liefert Schnellstens schreibt:

    Wascht nur eure kleinen Seelen durch das Klüngeln im Glashaus rein. In anderen Landesverbänden haben die dies auch versucht. Die sind in einem Feuer der Ablehnung gestorben.

  15. Gerwald Brunner schreibt:

    Landesliste vom 26.02.2011

    1.Philipp Magalski
    2. Andreas Baum
    3. Pavel Mayer
    4. Martin Delius
    5. Simon Weiß
    6. Oliver Höfinghoff
    7. Merle v. Wittich
    8. Susanne Graf
    9. Heiko Herberg
    10. Fabio Reinhardt
    11. Jürgen Nowak
    12. Christopher Lauer
    13. Alexander Morlang
    14. Alexander Spies
    15. Frank Mai
    16. Gerwald Claus-Brunner
    17. Bernd Schlömer
    18. Simon Kowalewski
    19. Wolfram Prieß

    wenn man da die 7piraten rausstreicht sieht die liste so aus….

    Landesliste vom 26.02.2011 ohne #7piraten

    1. Philipp Magalski
    2. Andreas Baum
    3. Susanne Graf
    4. Heiko Herberg
    5. Fabio Reinhardt
    6. Jürgen Nowak
    7. Alexander Spies
    8. Frank Mai
    9. Gerwald Claus-Brunner
    10. Bernd Schlömer
    11. Simon Kowalewski
    12. Wolfram Prieß

    so schlimm wäre das auch gar nicht

  16. Arte Povera schreibt:

    Ahoi und danke für eure Erklärungen.

    Dass ich die Idee nicht gut finde, hatte ich ja bereits gesagt. Unabhängig davon, dass ich die überwältigende Mehrheit von euch persönlich sehr gern mag und auch gern auf der Liste gesehen hätte, halte ich das Vorgehen leider für komplett falsch.

    Ich habe noch eine Frage:
    Da ja viele/alle (Was ist der Stand der Dinge?) von euch ihre Kandidatur zurückziehen würden, wenn Christopher nicht Spitzenkandidat würde, sehe ich – neben anderen, von anderen hier bereits angesprochenen Kritikpunkten – die Gefahr, dass wir die nächsten 6 Jahre (!) Landesverband Berlin von einer Einzelperson abhängig machen. Oder gibt es für euch einen Unterschied zwischen Wahlkampf und Arbeit im Abgeordnetenhaus?

    Also, angenommen, euer Vorschlag würde genau so gewählt und käme durch. Und angenommen dann, Christopher verliebt sich z.B. in eine Französin und zieht nach Frankreich ;). Oder er erkrankt (was ich um himmelswillen nicht hoffe!). Oder kann/will halt aus irgendeinem Grunde nicht mehr weitermachen. Schmeißt ihr dann alle den Wahlkampf wieder hin? Oder angenommen, das passiert erst im Abgeordnetenhaus – angenommen z.B., er kandidiert, was er sich ja offenhalten will, für den Bundestag und kommt da sogar rein. Schmeißt dann die gesamte Fraktion hin?

    Ich hoffe, ihr versteht das nicht falsch, ich möchte euch keinesfalls angreifen – aber wenn es wirklich so ist, wie du schreibst Merle, dass du ohne ihn nicht kannst/willst, und das anderen auf dieser Liste genauso geht – dann ist das doch ein extremes Risiko für uns?

    • Urban Pirate schreibt:

      Liebe Lena,

      ich mache meine Kandidatur nicht von Christopher abhängig. Ich will aber auf einer Liste stehen, die ich für arbeitsfähig und wahlkampffähig erachte. Das bedeutet, dass die potenzielle Fraktion in meinen Augen, so, wie auch gewählt wurde, mindestens 3 von uns enthalten muss. Ich kann auch mit den anderen “nicht7″ zusammenarbeiten. Aber nicht ohne Teile dieser Gruppe.
      Wenn das dazu führt, dass wir nicht auf der Liste stehen sollten, okay. Aber ich muss mir nicht vorwerfen, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Listenplatz ergaunert zu haben.

      Und mal ganz davon ab: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ohne Christopher verdammt ungleich schwerer würde, die 5% zu knacken. Und ohne 5% leider keine Fraktionsarbeit. Und nein: Wenn Christopher während der laufenden Legislatur aus welchem Grund auch immer aus der Fraktion ausschiede, würde ich mich nicht zurückziehen.

      Hoffe, informiert zu haben.
      Aloha
      Olli

      • Georg (v. Boroviczeny) schreibt:

        nur eines:
        “…Und mal ganz davon ab: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ohne Christopher verdammt ungleich schwerer würde, die 5% zu knacken. Und ohne 5% leider keine Fraktionsarbeit. …”
        Steigt Christopher aus, wenn er nicht Listenplatz 1 (oder n<7) hat?
        Wenn ja, dann halt "verdammt ungleich schwerer", aber klar.
        Und: mit 5% ist 'Fraktion' noch nicht gesichert, nur Einzug.
        Aber bezüglich Wahlkampf und mitmachen usw. sollte sich an dieser Stelle dazu doch Christopher äußern und nicht andere über ihn.
        Grüße
        Georg

      • Lisavan schreibt:

        Recht dreist finde ich die Klassifizierung “arbeitsfähig” / “nicht arbeitsfähig” nach Kriterien, die ich oft nicht nachvollziehen kann. Im Wahlkampf werden wir alle intensiv zusammenarbeiten müssen, wenn wir etwas oder gar 5% erreichen wollen. Liebe 7, unterschätzt das nicht! Auch ihr wärt stark davon abhängig, dass jemand für euch inhaltliche, politische Lösungsansätze erarbeitet, bei Aktionen mithilft, Pressearbeit vorbereitet, … Man muss diese Arbeit wertschätzen und unterstützen.
        Eine Taktik der Exklusivität erscheint mir nicht nur verwerflich, “anti-piratisch” sondern auch strategisch dumm.
        Manchmal tut es gut, ein bisschen frische Luft außerhalb der eigenen Clique zu atmen und zu schauen, was sonst um einen herum geschieht.

      • Arte Povera schreibt:

        Lieber Olli,

        vielen Dank für deine Antwort :). Du schreibst, es ginge dir nicht nur um Christopher, sondern:
        “Das bedeutet, dass die potenzielle Fraktion in meinen Augen, so, wie auch gewählt wurde, mindestens 3 von uns enthalten muss.”

        Aber wie du ja selbst sagst – die Liste, wie sie auf der letzten LMV gewählt wurde, sichert das bereits mehr als ab, und es wäre selbst bei Neuwahlen extrem unwahrscheinlich gewesen, dass weniger als 3 von euch unter den ersten 8 gewesen wären. Was du sagst, macht also nur unter der Prämisse Sinn, dass diese mind. 3 bzw. ohne Christopher als Spitzenkandidat nun aber alle zurückgezogen hätten. Und damit verbleibt meine Frage weiter bestehen und ist noch nicht beantwortet, nur richtet sie sich nun nicht mehr an dich – der du dich an mind. 3 der anderen koppelst – sondern an diese mind. 3 anderen.

    • siebenpiraten schreibt:

      Hallo Lena

      Bei mir folgender Stand: Ich hätte sowieso nicht kandidiert und sehe mit dem Vorschlag der Gruppe die einzig Chance dass auch die anderen nochmal antreten bzw. Nicht zurückziehen.

      Natürlich nicht ohne Christopher denn was mich motiviert hat ist nicht die Person C. lauer sondern dass sich die Gruppe fand. Jeder einzelne ist Teil der Gruppe. Ich will auch nicht antreten wenn Merle oder Pavel nicht gewählt würden.

      Das mit Frankreich ist natürlich Polemik insofern einfach zu beantworten: In einer anderen Situation werde ich anders entscheiden und das wieder öffentlich machen.

      Og Martin

  17. senficon schreibt:

    Was hier erreicht werden soll, sieht man doch auf einen Blick: Die einzigen der sieben, die aktuell nicht auf den ersten sieben Listenplätzen stehen, sind Christopher Lauer und Alexander Morlang. Dann seid doch wenigstens so ehrlich einzugestehen, dass Euch nicht der Gesamteindruck der Liste stört, sondern dass Ihr a) nicht kandidieren wollt, wenn Christopher und Alex nicht ganz oben stehen oder b) Ihr Philipp und rka – die Gewinner der Wahl – für völlig unfähig haltet.

    • RP schreibt:

      Dieser Eindruck entsteht hier in der Tat, selbst wenn er nicht gewollt war.
      Und ich fühle mich da überhaupt nicht wohl mit!
      RP

    • siebenpiraten schreibt:

      Liebe Julia

      Zu a) Die Gruppe wäre nicht mehr angetreten auch ohne die beiden und ohne die Gruppe.

      Zu b) Vollig umfähig? Nein. Halte ich dich im Übrigen auch nicht nur weil ich dich vielen Dingen für ungeeignet halte.

      Og Martin

      • Arte Povera schreibt:

        Lieber Martin,

        “Zu a) Die Gruppe wäre nicht mehr angetreten auch ohne die beiden und ohne die Gruppe.”

        Dass die Gruppe ohne die Gruppe nicht als Gruppe antritt, ist ja klar. Also meinst du vermutlich, dass keiner von euch mehr angetreten wäre. Über Twitter kommt das teilweise auch so rüber. Das kann aber nicht sein, weil zumindest Olli mir doch genau hier gerade in den Kommentaren erzählt hat, dass ihm mind. 3 eurer Gruppe gereicht hätten, und sogar mehr als die waren ja eh auf der Liste. Eure Antworten widersprechen sich leider und jetzt bin ich verwirrt. (Wenn ich nichts übersehen habe, dass sie in Einklang bringt.)

      • urban Pirate schreibt:

        Liebe lena,

        Wir dürfen einander widersprechen. Wir gehen nämlich gerade trotz teilweise unterschiedlicher Beweggründe gemeinsam vor. Dadurch werden wir ja nicht gleich geschaltet. ;)
        Bitte das nicht vergessen.

  18. Heide schreibt:

    Ich verstehe weder die Aufregung, noch die teilweise in einem sehr fragwürdigem Ton gehaltenen Unterstellungen.
    Mir stellt sich die Sache so dar:

    1) Es gab eine Listenwahl auf einer LMV. Mit dieser Wahl waren viele zufrieden und viele unzufrieden. (Sowas soll ja vorkommen…)

    2) Unabhängig davon wurde ein Formfehler festgestellt.

    3) Wie dieser Formfehler behoben wird, wird auf einer nächsten LMV abgestimmt.

    4) Diese Abstimmung beinhaltet auch die Möglichkeit einer neuen Wahl.
    (in diesem Satz steht “auch” und “Möglichkeit”…)

    5) JETZT überlegen sich die Unzufriedenen, wie sie das Wahlergebnis verändern können. (Und zwar in dem Fall, in dem die LMV mehrheitlich beschließt, diese Möglichkeit einer neuen Wahl zuzulassen. Wenn sie das beschließt. Muss sie ja nicht. Aber WENN sie das beschließt, dann ist das ein demokratischer Beschluss. )

    6) Manche Unzufriedene überlegen offen, manche für sich. Außerdem gibt es Einzelne, die für sich die Möglichkeit ausgemacht haben, ihren Listenplatz zurückzugeben. (Es wäre völlig unnatürlich, wenn solche Überlegungen jetzt NICHT stattfinden würden, also bitte!)

    7) Es gibt viele große und kleine Palaver. Die Einzelnen, die ihre Listenplätze zur Verfügung stellen möchten, überlegen sich gemeinsam, unter welchen Umständen sie doch gerne antreten würden.

    8) Wenn man das blöd findet: “was soll der Luxus, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt! Auch noch Sonderwünsche? Soweit kommts noch!…” aber auch noch schlimmer:” Erpressung! Parteiübernahme! Klüngelei!” dann wählt man die eben nicht.

    Und? Wo ist das Problem?
    Da wird eine Mehrheit entscheiden und gut is.

    Mein Problem sind die Unterstellungen, die hier diesbezüglich laut werden. Das ist etwas, was mich ECHT nervt. Die sind einfach so dermaßen ungerechtfertigt, dass ich euch Unterstellern nur noch ein “honi soit qui mal y pense” überreiche. Wenn hier irgendjemand die Atmosphäre vergiftet, dann seid ihr das. Besten Dank auch!

    • Georg (v. Boroviczeny) schreibt:

      Liebe Heide,
      als Ergänzung zum „honi soit qui mal y pense“ (engl. Hosenbandorden, entstanden aus einer sexuell recht anzüglichen Situation) sein dir das (ca. 1500 Jahre ältere) Römische “cui bono?” (=wem nützt es?) entgegengestellt. Diese uralte Frage stellt sich regelmäßig, wenn Ergebnisse, die jemandem möglicherweise nicht -ganz- passen, verändert werden soll(t)en.
      Grüße
      Georg

    • RP schreibt:

      Ja, man merkt Heide, das du das eigentliche Problem dieser Diskussion leider nicht verstanden hat. Was mich wundert, bist du doch sonst immer sehr empathisch.
      THC-Mangel oder Überdosis ;-)
      Mit SxE Grüßen
      RP
      Be true an stay alive
      XXX

  19. Pingback: Selbstloser Rettungsversuch oder dummdreiste Erpressung? » Fabio Reinhardt

  20. Simon Weiß schreibt:

    In Anbetracht der Reaktionen auf diesen Blogpost, sowohl hier, auf Twitter und anderswo fühle ich mich genötigt, meine persönliche Sicht auf diese Dinge noch einmal klarzustellen.

    In der Woche nach der LMV habe ich mich entschieden – und dies mehreren Personen persönlich auch in mehr oder weniger ambivalenter Form mitgeteilt – dass ich wohl nicht noch einmal für eine Kandidatur für die Landesliste zur Verfügung stehe. Ebenso habe ich festgestellt, dass dies den meisten Piraten auf den vorderen Plätzen dieser Liste nicht anders geht. Das Szenario war also klar: Egal ob es um Wahlbestätigung, Stichwahl oder Neuwahl geht: Das Ergebnis wäre eine Liste ohne diese Personen gewesen. Im Gegensatz zu anderen bin ich nicht der Meinung, dass dies der Untergang des Landesverbands wäre. Es wäre aber meiner Meinung nach außerordentlich bedauerlich.

    Am Mittwoch kam es relativ spontan zu dem hier beschriebenen Gespräch. Darauf haben sich sieben völlig demotivierte und im Grunde bereits gewesene Kandidaten gegenseitig noch einmal motiviert, doch anzutreten. Darauf bin ich, unabhängig davon was die LMV letztlich entscheiden wird, unglaublich stolz. Niemand sollte glauben, dass dieser Prozess einfach gewesen wäre.

    Ja, wir alle knüpfen damit Bedingungen an unsere Kandidatur. Aber eine Kandidatur ist wie eine Wahl eine freie Gewissensentscheidung, und auch mit einem enormen Opfer jedes einzelnen verbunden, der sich dazu bereiterklärt. Das als Erpressung zu bezeichnen, kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich knüpfe meine Kandidatur damit nicht an “Christopher Lauer als Spitzenkandidat”. Ich knüpfe sie an *jeden einzelnen* auf dieser Liste und treffe die Aussage, dass ich im Falle einer Einzelwahl erst dann kandidiere, wenn die anderen sechs bereits gewählt sind. Das haben sie nämlich meiner Meinung nach verdient. Jeder Einzelne.

    Unsere Entscheidung hat der LMV mehr Möglichkeiten gegeben und keine einzige weggenommen. Ich begrüße es, wenn noch mehr Piraten kandidieren und auch wenn sie gewählt werden – ja, auch wenn ich dadurch nach unten rutsche. Soviel ist mir “mein Listenplatz” nicht wert.

    Die LMV hat ein Angebot. Wenn sie dieses Angebot nicht annimmt, werde ich zumindest nicht beleidigt sein. Ich werde mein Engagement in der Piratenpartei nicht deswegen an den Nagel hängen. Ich bin bereit, für jeden gewählten Kandidaten, auch wenn von uns keiner dabei sein sollte, Wahlkampf zu machen, und auch meine Tätigkeit im Vorstand ist davon nicht berührt.

    Was mich aber zur Zeit ziemlich fassungslos zurücklässt, sind einige Reaktionen auf die Ereignisse. Wenn mich Menschen, von denen ich durchaus einiges halte, mich als undemokratisch oder als Erpresser darstellen, muss ich das erst einmal verarbeiten. Welche Folgen das für mich haben wird, bleibt zu sehen.

    • Moni schreibt:

      Danke Simon, dass du das noch einmal genau erklärt hast, ich glaube, ich habe es jetzt endlich verstanden. Nur eine Bitte, lass dich von den ersten Reaktionen auf eure Überlegungen nicht von deiner Absicht zum Engagement bei den Piraten abbringen, es sind Emotionen, die so hoch spielen und haben wahrscheinlich wie meine nur den Hintergrund, dass man euch alle oder zumindest teilweise so hoch einschätzt. Wie auch immer die nächste LMV weitergeht, mach weiter, so einen ruhenden Pol wie dich braucht der Landesverband, jemand der mehr denkt, als er spricht. Aber wenn du was sagst, ist es überlegt und hat Hand und Fuß.

      Mir ist Ehrlichkeit die liebste Eigenschaft, danke für die Ehrlichkeit.

    • RP schreibt:

      Bitte, lieber Simon, du weißt, jeder ist ersetzbar. Die Themen der Piraten aber nicht. Wenn du später mal im Berufsleben stehen wirst, kannst du dir deine Mitstreiter auch nicht immer aussuchen. Das musst du wohl noch lernen. Hier kannst du schon mal zeigen, das du das lernen willst.
      RP

  21. SD schreibt:

    5 Dieser 7 stehen bereits nach der Fastwahl auf den ersten 7 Listenplätzen.

    Die 2 anderen (die von eurem LV nach ganz vorne gewählt wurden) demontiert ihr gerade nach Strich und Faden.

    Wenn das so weitergeht, kann der werte Herr Lauer die 5 Prozent bald alleine holen.

    Ihr solltet vielleicht mal anfangen die riesigen Risse in eurem LV zu kitten, anstatt alles übrige auch noch vollends zu Klumpp zu hauen. Sonst macht ihr nämlich Wahlkampf gegen euch selber… :/

    • Andena schreibt:

      Im LV Berlin wird gerade von den 7 so viel an Porzelan zerschlagen, dass es eigentlich keinen wirklichen Sinn mehr macht, mit einem dieser 7 Zwerge zur Abgeordnetenhauswahl anzutreten.

      Viele aufrichtige Praten werden für diese 7 keinen Wahlkampf machen.

  22. Michael Hartung schreibt:

    Also, woher der Glaube kommt, daß es an einer Person hängt, ob wir über 5% bekommen, der glaubt auch an den Osterhasen – ganz aktuell.
    Ich sage es ungern, weil es eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist: ich könnte Christoper mögen, ich akzeptieren ihn, ich fiinde ihn auch ganz gut in vielen Sache, die er macht. Man muß nicht Freunde sein, um miteinander zu arbeiten.
    Desshalb nun die Kritik: Christopher ist nur ein ganz kleiner Teil dieser Partei und alle die ihn hier so vehement unterstützen sind auch nur ein kleiner Teil der Partei. Viele mehr würden ihn unterstützen, wenn er das tut, wofür er gewählt ist und das läßt für das er nicht gewählt wurde. Zur Zeit ist er politischer Geschäftsführer der Partei bundesweit. Das wäre doch eine tolle Plattform, um den Wahlkampf hier in Berlin mit zu steuern, hier mit zu wirken: “heute abend am Mauerpark – der Bundeslauer kommt”. Wenn er uns allen mal gezeigt hat, daß er seine Aufgabe (als Bundeslauer) sehr gut gemacht hat, indem er z.B. in “mit” einem Landesverband in das jeweilige Parlament eingezogen ist, dann ist er auch reif für mehr Aufgaben. Dann kann er mal auch andere Aufgaben machen.
    Piratische Grüße (man muß es doch mal aussprechen)
    Michael

  23. siebenpiraten schreibt:

    Da gibt es Leute, die bereit sind, ein halbes Jahr ihres Lebens zu spenden. Am Anfang wohl eher 4h am Tag, gegen Ende dann 16h pro Tag.

    Bei 7 Personen sprechen wir über eine Spende von 250.000-500.000€ an die Berliner Piraten, von Aufgabe des kompletten Privatlebens, von einer Reduzierung der beruflichen Tätigkeit auf ein Minimum.

    Und 7 haben sich darüber Gedanken gemacht, mit wem sie gut zusammenarbeiten können, wer welche Fähigkeiten hat, wo Stärken und Schwächen liegen.

    Sie haben überlegt, mit wem sie das nächste halbe Jahr zusammenarbeiten wollen.

    Und sie haben es öffentlich gemacht.

    Und nun wird das Erpressung genannt, wenn Personen, welche ihre Arbeitskraft der Partei als Spende anbieten, ein klein wenig bei ihren Arbeitsbedingungen mitreden wollen.

    Wo bei es noch nicht einmal darum geht, das nur die 7 auf der Liste stehen.

    Alex

    • Moni schreibt:

      Ich glaube, dass deine ersten beiden Sätze (Zeitaufwand und persönliche Einschränkungen) den wenigsten bewusst sind, wie auch was man als Wähler eigentlich vom Kandidaten verlangt. Das Positive an Ehrlichkeit und Transparenz sieht man dann meist erst, wenn es zu spät ist. Vielleicht war das Timing nicht so gut, aber besser spät als nie.

    • RP schreibt:

      lol
      Soll ich mal bei meinem Stundenlohn so eine Rechnung aufmachen? Da kommen aber ganz andere Summen raus.
      Ich denke jeder hat seine wertvollste Zeit, wie es ihm möglich ist, eingesetzt. Deiner Argumentation will ich deshalb nicht folgen.

    • Frank schreibt:

      Alex,
      Du und Oli und Lauer und Martin habt euch alle gegen Teamwahl ausgesprochen, als wir sie vorgeschlagen haben. Jetzt seid ihr für Eure Teamwahl.
      Hättet ihr damals gesagt: “Stimmt, Teamwahl, mal sehen, welches Team, das zusammenarbeiten will, das Vertrauen der LMV gewinnt” – ich hätte nichts dagegen gehabt. Jetzt, nach eurer “Niederlage” solche Sachen anzubringen, empört viele.
      Ich kann nur wiederholen:
      Tschüss, ihr Sieben!

  24. Fabio Reinhardt schreibt:

    @Alx: Gespendete Lebenszeit mit Listenplätzen zu belohnen ist gängige Praxis in den Altparteien. Ich kann es auch gut nachvollziehen. Denn es demotiviert natürlich sehr, wenn man sich für eine Sache einsetzen will, unbedingt, und auch auf einer ernsteren Ebene und dann Leute kommen und sagen “Wir haben Argument XY”, was man nicht so recht nachvollziehen kann und man darf es nicht machen. Ich kenne das Gefühl. Und du kennst es auch. Und wie gesagt gibt es gute Argumente dafür. Aber dann soll man auch sagen: “Wir wollen es wie die Altparteien machen und wir schlagen die Möglichkeit aus, neue Wege auszuprobieren, da es uns zu schwierig erscheint, diese zu suchen oder wir es versäumt haben.” Dann soll man auch so ehrlich sein und das auch so offen zugeben. Investierte Lebenszeit mit Listenplätzen zu belohnen ist Politik 1.0! Und ich bin der erste, der sagt, man darf auch ab und zu mal den vorgetretenen Weg gehen. Aber dann muss man das auch klar kommunizieren!

    Gruß,
    Fabio

  25. zoor schreibt:

    Ich kann Heide nur zustimmen, der Berliner LV wird selbstständig entscheiden ob es Neuwahlen gibt und wenn ja, wer dann wie gewählt wird. Zu den 7Piraten selbst kann ich nicht viel sagen, da mir außer Christopher keiner wirklich bekannt ist.

    Ich halte es allerdings für völlig legitim sich öffentlich als Gruppe, die gerne zusammen arbeiten und in einer bestimmten Reihenfolge kandidieren möchte, zu outen. Dies ist allemal besser als so etwas als Bombe nach der Entscheidung ‘Wir wählen nochmal neu’ platzen zu lassen.

    Alle bisherigen Wahlen haben gezeigt, dass unser Potential Wähler mit Themen und punktuellen Aktionen (z.B. Gläsernes Mobil) alleine zu erreichen bei ca. 2% liegt. Wem das reicht, schön – mir reicht es nicht.

    In die Parlamente kommen wir aber nur mit Leuten die auch außerhalb der Netzgemeinde sichtbar sind und Christopher ist offensichtlich der einzige der den Willen zur Rampensau hat. Solche Leute ecken natürlich auch öfter an als diejenigen die Politik hinter Guy Fawkes Masken betreiben werden aber auch von den Wählern viel eher wahr genommen.

    Wenn wir es in die Parlamente schaffen wollen benötigen wir jede Menge Rampensäue und zwar auf der Rampe (Platz 1) und nicht im Schlachthaus (Platz 14).

    • Jo schreibt:

      STIMMT! besser auf platz 1-7 als Rampensau als auf platz 23. aber die berliner piraten sehen (s.o.) das eben anders.

  26. Michael Ebner schreibt:

    Über die Idee der 7Piraten ist heute viel geschrieben worden, etliches Richtige, auch manche Unterstellung, die so nicht zutreffen sein mag. Ein Aspekt scheint mir jedoch noch nicht ausreichend beleuchtet zu sein: Der Aspekt der politischen Klugheit.

    Wenn dieses Team der 7Piraten so überragend sein soll, dann hätten einige, zumindest ein einziger so viel Klugheit haben müssen, schon vorher zu erkennen, dass diese Idee so nicht kommuniziert werden kann. Nicht einen Tag vor der LMV, so dass andere Piraten de facto keine Chance haben, eigene Listen zu organisieren.

    Nicht mit der Begründung “wir haben geredet”: Reden tun auch Konzerne, wenn sie ein Kartell bilden, Lobbyisten, wenn sie mit Politikern die Gegenleistungen für Parteispenden besprechen, Mafiosi, wenn sie Gebiete unter sich aufteilen – wollte ich jetzt einen Godwin bauen, dann könnte ich darauf verweisen, dass selbst auf der Wannseekonferenz nicht geschwiegen wurde.

    Nicht mit dem Verweis, dass andere auf der LMV 2011.1 sich wohl auch abgesprochen haben – mit einem “andere tun’s ja auch” kann ich fast jedes Delikt aus dem Strafgesetzbuch rechtfertigen.

    Und wenn in diesem Team nicht ein einziger laut “halt, so kann das nicht funktionieren” ruft, dann ist das Team nicht nur ein wenig schlechter als gedacht oder halt nicht besonders gut, sondern dann ist dieses Team für den gegebenen Zweck VOLLSTÄNDIG UNRBAUCHBAR.

    JM2C

    Michael

  27. kungler schreibt:

    Also das mit den 250.000-500.000 € wuerde ich gerne mal vorgerechnet kriegen. Entspricht nämlich einem Jahresgehalt von durchschnittlich 70.000-140.000 €.

    Ganz ehrlich? Wenn die #7piraten alle dermaßen fett verdienen, schlage ich vor, sie spenden den anteiigen Betrag und dafür können ca 5-10mal so viele Piraten z.B. aus BW, BY oder NRW eine ausreichend hohe Aufwandsentschaedigung kriegen, um in Berlin nonstop als Wahlkampfhelfer aktiv zu sein..,

    Nichts für ungut, aber etwas besser nachvollziehbare Argumente solltet ihr liefern.

    Gruß
    Matthias

  28. Claudius schreibt:

    Hm,

    dann werf ich aus dem fernen Hamburg mit ein wenig Nachwahlerholung ausgestattet mein Kleingeld in den Ring.
    Das Hamburger Wahlverfahren war auch murks und wurde von mir (trotzdem ich nach ganz oben gespült wurde) bemängelt. Wir wählten zunächst aus allen Bewerbern, die “Spitzengruppe” (max. 8 Kandidaten mit jeweils min. 50% Zustimmung, jeder Pirat hatte 8 Kreuze für ca. 15 Bewerber). Danach wurde diese Gruppe in einem Wahlgang von 1-8 durchsortiert und von niedrigstem Durchschnittwert zum höchsten sortiert. Das sollte schlau sein und unseren LPT verkürzen. Es führte (trotz offensichtlicher Möglichkeit) nicht zu Manipulation durch eine kleine Gruppe die mutwillig populäre Bewerber nach unten votete (hohe Zahlen wiegen schwerer, als niedrige). Beschleunigt hat es nicht wirklich.

    Ich glaube der naheliegendste und gelernte Weg wäre am effektivsten, demokratischsten und zeitgleich “talentsicherndsten” gewesen und hätte zeitgleich für eine gesunde Heterogenität gesorgt. Nämlich:

    Bewerber für Platz 1. stellen sich vor, Basis wählt mit einem einzigen Kreuz, es gewinnt der mit über 50%. Reicht es dazu beim ersten Wahlgang nicht, reduziert sich die Bewerberzahl um den letztplatzierten und Rückzieher und es folgt der nächste Wahlgang. Dies Prozedere wiederholt sich bis Platz 1 eingetütet ist. Gleiches Vorgehen für den 2. Platz usw.

    Klingt nach Mörderaufwand, aber ein Bewerberfeld sollte ein Minimum an Selbsteinschätzung und Charisma mitbringen, dass es seine Circa-Platzierung mit seinen Ambitionen ansatzweise gedeckelt bekommt – Überraschungen willkommen. Zudem wird niemand, der aus eigenen Gründen nur für hintere Plätze zur Verfügung steht nach oben gewählt. In jedem Fall wird Platz 1 bei dieser Wahl, die größtmögliche Legitimation genießen.
    Zusätzlich erahnen die “gescheiterten” Kandidaten ihr innerparteiliches Standing (auch wenn mancher vlt einfach nur nicht die “No 1″ sein soll und auf Platz 2 durchgewunken würde). Auf den vorderen Plätzen wären niemals haufenweise Bewerber (außer Kamikazefreaks ohne Sensibilität sind bei euch in hoher Quote vorhanden), aber dafür genau diejenigen, die sich diesen Job zutrauen oder von genug anderen ermutigt werden. Zusätzlich kann man eine Klausel einbauen: für eine Bewerbung braucht man X Unterstützer.
    Die folgenden “wichtigen” Plätze wählt man nacheinander weg und gibt so der Basis, den richtigen Reibungspart auf Platz 2 zu setzen, etwas Ausgleichendes auf Platz 3, was Extrovertiertdurchgeknalltes als Deko auf Platz 4, ein Gehirn auf Platz 5 (oder völlig anders, aber eben eine gesunde Mischung, die den Landesverband gut widerspiegelt). Ab irgendeinem “unwichtigen” (weil unrealistisch das es ins Abgeordnetenhaus geht) Platz könnte man, die verbleibenden Kandidaten bitten, sich vorzusortieren und nacheinander quasi bestätigen. Es wird auch bei euch welche geben, die nur die Liste füllen wollen und mutwillig den letzten oder vorletzten Platz anpeilen (btw kriegten die bei uns nochmal überproportional viele Stimmen – aber ihr habt ja ein anderes System). Wer gar nicht geht fliegt halt durchs Votum raus oder nach hinten.

    Ich bin mir sicher, nach dieser Variante, wäre der Lauer spürbar weiter hochgekommen, vlt auf den 3. Platz gewatscht (der Gute polarisiert – huch!) oder nach einem ersten Dämpfer in Runde eins dann doch noch auf Platz 1 gekommen. Trotzdem wäre die Spitzengruppe bunter, als es jetzt wirkt (und dadurch vlt auch befruchtender oder schnittstellenlastiger).

    Ihr habt ein Murkswahlsystem genutzt und wollt reparieren…dieser “Führungscliquen”-Weg ist sicherlich gut gemeint und spiegelt euer Wollen und Engagement wider, aber hat Nachgeschmack, ist angreifbar und leicht auszuhebeln. In jedem Fall sorgts für Unzufriedenheit, da er nur funktioniert, wenn er 1:1 umgesetzt würde und selbst dann ist der Burgfrieden so sicher wie ein 60er Jahre AKW.

    Macht euch keinen unnötigen Stress, spaltet nicht, sondern hebelt euren Wahlmurks von der letzten LMV aus (den ihr btw auch nicht reparieren könnt, wenn wie von anderer Seite gewünscht, lediglich die angekreideten Stichwahlen wiederholt werden). Eine Wahl wird nicht gerechter, nur weil das System sonstwie ausgeklügelt und kompliziert ist – keep it simple ist ne Floskel aber praktischerweise realitätsnah. Eure Zeitersparnis mündete jetzt in einer weiteren LMV und fettem Beef.

    PS.: Hamburg will euch supporten…in einem Wahlkampf, den ihr lässig und freundschaftlich miteinander führt…sorgt dafür :)
    PPS.: Ich kenne einige der 7 durchaus länger als 5 Minuten von Twitter und schätze sie.

    So long, viel zu langer Roman…ich grüße euch
    Claudius

  29. kungler schreibt:

    Das System von Claudius kann ich nur unterstützen.

    Ansonsten: In NRW haben wir schlichtes Kumulieren und Auszaehlen in einem einzigen Wahlgang gemacht, das Ergebnis war gar nicht schlecht – aber ggü. Claudius’ Vorschlag wesentlich zufälliger.

    Gruß
    Matthias

  30. sayadin schreibt:

    Ich hab in meinem Blog den Vorschlag zur Gründung einer Nichtwählerpartei gemacht und würde gern eure Meinung dazu wissen.
    Alles Gute,
    Holger

  31. Landpirat schreibt:

    Ich kenne einige der 7 aus den Medien der Piraten und via Twitter. Zwei von ihnen habe ich kurz in Hamburg erlebt. Aus diesem beschränkten Blickwinkel gehören sie zu den Leuten, die ich aus verschiedenen Gründen positiv einschätze. Umso schwerer fällt es mir, zu sehen, wie sie nun vorgehen:

    Da präsentieren sich sieben Leute als “alternativloses” Team, dass es nur in dieser einen Konstellation geben soll. Völlig unabhängig von ihrer jeweiligen Motivation – wie kann man glauben, mit so einer Absprache, mit solchen Ansagen, mit solcher Kompromisslosigkeit bei den Piraten ohne Gegenwind durchzukommen oder gar auf breites Verständnis zu stoßen? Und selbst wenn man annimmt, den Sturm zu überstehen und mit exakt der einen “zugelassenen” Konstellation durchzukommen – wie kann man glauben, dass danach noch ein gemeinsamer Wahlkampf mit breiter lokaler Unterstützung möglich ist?

    Wie ich es auch drehe, kann ich der Aktion nichts Positives abgewinnen. Im besten Fall stehen unterm Strich gute Absichten bei großer Naivität in Sachen Auß(en)wirkung.

    Grüße aus Lübeck
    Torsten

  32. Slash schreibt:

    Leute, da habt ihr euch nicht mit Ruhm bekleckert, es sei den, ihr wolltet Berlin mit der Nummer in seiner potentiellen Einigkeit zerschlagen. Das wisst ihr, oder ?

  33. Pingback: #7Piraten – Wir sind Idioten | York-Simon Johannsen

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